Übersicht

Autogenes Training nach J. H. Schultz ist ein Entspannungsverfahren, das mit Techniken der Selbstbeeinflussung (Autosuggestion) arbeitet: Der ausübende Mensch lernt, sich ohne Beeinflussung von aussen selbstständig und nur durch innere Kräfte in einen tiefen Entspannungs- und Erholungszustand zu versetzen. Die Muskulatur und vegetative Funktionen wie Atmung, Durchblutung und Puls gehen dabei über in einen Zustand der Ruhe und Entspannung. Dabei wirkt die Seele auf den Körper – und der Körper reagiert mit den typischen Gefühlen von Ruhe, Schwere und Wärme.

In der Psychotherapie ist Autogenes Training anerkannt und weit verbreitet, insbesondere zur Behandlung von vegetativen und nervösen Störungen, zur Stressreduktion, gegen das Burnout-Syndrom, aber auch für medizinische Indikationen wie Neurosen, phobische und psychosomatische Erkrankungen und als Begleittherapie im therapeutisch-beraterischen Kontext und in der Komplementärmedizin.

Positive Wirkungen:

  • Selbstregulierung und Selbstentspannung,
  • Veränderung des Sinneserlebens und Hinwendung auf das Körpererleben,
  • Steigerung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit,
  • Reduktion von störenden Empfindungen und Schmerzerleben,
  • günstige Beeinflussung der Symptomatik bei chronischen und psychosomatischen Erkrankungen,
  • Erhöhung der Widerstandskraft gegen Stress bzw. Stressregulation und Stressabbau,
  • Förderung der Kreativität,
  • persönliches Wohlbefinden und grössere Lebensfreude.

 

Inhalte und Ziele der Weiterbildung:

  • Praktisches Wissen zu Autogenem Training aufnehmen und einüben,
  • Erweiterung der Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeiten,
  • Anleitungen zu Autogenem Training und weiteren Entspannungsverfahren einüben,
  • in Fallbesprechungen neu erlernte Kompetenzen aufzeigen und vertiefen,
  • Interdisziplinärer Austausch mit Beraterinnen/Therapeutinnen verschiedener Ausrichtungen,
  • Anwendung der vermittelten Inhalte in eigenen Fallsituationen der Teilnehmenden.

Umfang und Kosten

Die Weiterbildung erstreckt sich über 9 Monate und umfasst 17 Präsenz- und Zoom-Veranstaltungen mit 83 Std. Die Teilnehmenden schliessen die Weiterbildung ab mit dem Diplom «Dipl. Coach für Autogenes Training».

Eine Kostenaufstellung finden Sie auf dem separaten Datenblatt.

Hinweis: Die Anerkennung von jeweils 150 Std. schulmedizinischen Grundlagen ist möglich, bzw. kann als zusätzliches separates Angebot absolviert werden (Schulmedizinisches Basiswissen, 150 Std.).
Siehe dazu: www.ikp-therapien.com/fortbildung/smb

 

Ablauf und Methoden

1. Studienabschnitt: Grundlagen

  • Grundstufe des Autogenen Trainings: Theoretische Grundlagen, praktisches Wissen und Training der sechs Übungen nach J. H. Schultz.
  • Anleitungskompetenz und Praxis der Gesprächsführung zur Vermittlung der Inhalte an Klientinnen.
  • Die Anwendung von Formelbildungen.

Über die Schulungsangebote hinaus begleitet die Gruppenleitung das Selbststudium und das Erstellen einer Falldokumentation.


2. Studienabschnitt: Vertiefung

  • Festigung der Abläufe der sechs Übungen (Schwere, Wärme, Herz, Atmung, Sonnengeflecht und Stirnübung).
  • Anleitung zur Selbsthypnose, Begleitung und Unterstützung des Entspannungsvorgangs und des Wechsels vom Wachzustand in einen veränderten Bewusstseinszustand.
  • Indikationen für Entspannungsverfahren; Stress, Stressmanagement und Stressprävention, Gesprächsführung.
  • Theoretische Grundlagen der Erfahrungsmedizin sowie der Stress- und Resilienzforschung.
  • Vorstellung weiterer Methoden aus der Entspannungs- und Präventivmedizin: Progressive Muskelrelaxation (PMR), Imagination, Hypnose, Trance, Yoga etc.
  • Intervision in der Gruppe, eigenständige Übungen mit Selbsterfahrung und in der Gruppe, Supervision zu den Selbsterfahrungen und den Erfahrungen in der Praxis.

Anerkennung

Die Weiterbildung erfüllt die Vorgaben der Schweizerischen Stiftung für Komplementärmedizin ASCA und des Erfahrungsmedizinischen Registers (EMR) für die Kassenanerkennung in der Schweiz. Voraussetzung: 150 Std. Schulmedizin und 150 Std. Erfahrungsmedizin. Schulmedizinische Lehrinhalte aus absolvierten Aus- und Weiterbildungen am IKP sind anrechenbar.

Teilnahme­voraussetzungen

Zielgruppe:

  • Fachpersonen aus Medizin, Psychologie, Sozialarbeit etc.
  • Teilnehmende an den Weiterbildungen Ernährungs-Psychologische Beratung IKP, Körperzentrierte Psychologische Beratung IKP und Ganzheitlich-Integrative Atemtherapie IKP
  • Externe Interessierte mit berufsverwandten Ausbildungen, z. B. Coaches, Beraterinnen in psychosozialen Berufen etc.

 

Die Weiterbildung eignet sich für Personen mit Vorbildung und Berufserfahrung im psychosozialen Bereich, die in sozialen, therapeutischen und beraterischen Bereichen tätig sind, z. B. psychologische und psychosoziale Beraterinnen, Pädagoginnen, Atemtherapeutinnen, Ernährungsberaterinnen, Kunsttherapeutinnen, Sozialarbeiterinnen und Coaches.

Um für die Weiterbildung aufgenommen zu werden, senden Sie uns das Anmeldeformular zusammen mit Ihren Ausbildungsnachweisen sowie einem Lebenslauf zu.

HInweis: Die Anzahl der Teilnehmerinnen ist auf 18 beschränkt.

Bei entsprechender Eignung und nach Rücksprache steht die Weiterbildung auch Quereinsteigerinnen oder Interessentinnen ohne entsprechende Berufserfahrung offen.

Gegebenenfalls empfehlen wir ein Beratungsgespräch mit den Dozentinnen.

Bei weiterführenden Fragen stehen wir gerne für unverbindliche Auskünfte zur Verfügung.

Dozierende

Sonja Hiltebrand

Sonja Hiltebrand

  • Fachfrau mit medizinischem Berufshintergrund. Kadermitglied Care Team Thurgau. In eigener Praxis tätig: Stressregulations-Trainerin (SZS), Psychologische Beratung, Coaching, Konfliktbewältigung. Seminarleiterin am IKP.
  • sonja.hiltebrand@eigene-balance-finden.ch
  • 078 793 79 82
Christina Stäheli

Christina Stäheli

  • Eidg. anerkannte Psychotherapeutin, Körperzentrierte Psychotherapeutin IKP, beauftragt als Ausbildnerin und Seminarleiterin am IKP. In eigener Praxis tätig.
  • info@psychotherapie-staeheli.ch
  • 079 816 54 60

Termine

Veranstaltung
Datum
Auslastung