05.11.–05.11.
2022
GIA-280-106-22

Atem und Biographie – mein Lebensweg, meine Entwicklungsmöglichkeiten

Jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen, er muss sie nicht erst erfinden. Sie ist tief in ihm verankert und wartet darauf, gehört zu werden, auch wenn er sich dessen nicht immer bewusst ist. Wenn man die eigene Lebensgeschichte mit einer Wanderung vergleicht, sind auch hier Höhen und Tiefen vertreten. Manchmal gerät man ganz schön ausser Atem und weiss vielleicht auch nicht mehr weiter. Bei genauerer Betrachtung können zwischen Lebens— und Atemmuster interessante Verbindungen geschaffen werden. Die bewusste Beschäftigung mit der persönlichen Lebens— und Gefühlswelt schenkt uns wertvolle Hinweise. Sie kann dazu dienen, die eigene Identität zu stärken und den bisherigen Weg besser zu verstehen. Unser individueller Lebenslauf stellt auf eindrückliche Weise einen einzigartigen körperlichen, seelischen und geistigen Entwicklungsweg dar, auf dem es sich immer wieder lohnt, ganz bewusst innezuhalten und zu schauen, wo man sich gerade befindet und wie es einem dabei geht.

Im Mittelpunkt der atemzentrierten biografischen Betrachtungen steht die ressourcenorientierte Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit des Menschen vor dem Hintergrund seiner Sinn— und Wertewelt. Hierin weist Biografiearbeit eine gewisse Verwandtschaft mit Konzepten der Salutogenese und der Humanistischen Psychotherapie auf. Ausgewählte Aspekte aus der Lebensgeschichte unserer Klientinnen und Klienten mit ihnen zu thematisieren, kann sehr hilfreich sein, damit sie ihren Lebensweg und ihr Werden besser verstehen und annehmen können. Frühere Erlebnisse, aber auch gegenwärtige Lebensthemen oder Krisen, können so bearbeitet und bewältigt werden. Brachliegende Ressourcen und bisher nicht wahrgenommene Freiräume sind wieder erkennbar und machen unserer Klientel bewusst, dass die eigene Lebensgeschichte auf weiten Strecken mitgestaltbar ist. Die vergangene und noch immer mitschwingende Coronazeit hat in vielen Lebensbiographien eine einschneidende Zäsur markiert, der wir im Therapiesetting sicherlich für lange Zeit begegnen werden.

Das Seminar bietet die Möglichkeit, im Eigenprozess verschiedene Techniken anzuwenden, welche in den Praxisalltag einfliessen können. Malend, schreibend, in Gesprächen und mittels verschiedener Atem— und Körperinterventionen beschäftigen wir uns mit jeweils selbstgewählten Lebensetappen. Für den Besuch des Seminars sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Die Teilnehmenden sind gebeten, Fotos, Bilder oder kleinere Gegenstände, zu denen ein emotionaler Bezug besteht, ins Seminar mitzubringen, um damit einige Aspekte der eigenen Biographie ansatzweise erforschen zu können.

Seminarleitung

Isabella Cianciarulo
KomplementärTherapeutin mit Branchenzertifikat OdA KT

Dauer:
1 Tag
Daten:
SA. 05.11.2022 09:15–18:30 Uhr (Präsenz)
Ort:
IKP Zürich Kanzleistrasse 17, 8004 Zürich (Google Maps)
Preis:
CHF 290.–
Stunden:
8h
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