Chronische Inaktivität und exzessives Training hinterlassen tiefe Spuren – weit über das Körperliche hinaus. Bewegungsmangel schwächt Affekttoleranz, Regulationsfähigkeit und das Gefühl von Handlungswirksamkeit; er ist ein bedeutsamer Risikofaktor für Depressionen und Angststörungen. Übertraining hingegen ist oft verkörperter Ausdruck psychischer Dynamiken wie Kontrollbedürfnis, Selbstbestrafung oder dissoziativer Körperbeziehungen. Beide Pole – Stillstand wie Überaktivierung – können psychisches Leiden aufrechterhalten und verstärken. Dieser Kurs schärft den therapeutischen Blick für dieses Spannungsfeld und erweitert das körperzentrierte Repertoire gezielt.
Ziele
Der/Die Teilnehmende
… definiert Inaktivität und Übertraining,
… erklärt die Zusammenhänge von Bewegung auf die Psyche, das Nervensystem und Immunsystem,
… erfasst das Ausmass von Inaktivität oder Übertraining,
… reflektiert das eigene Bewegungsverhalten,
… ist in der Lage, Klient(inn)en auf ein ungünstiges Bewegungsverhalten hin zu beraten,
… erklärt die Bewegungspyramide,
… ist in der Lage, Basisempfehlungen für eine gesunde Bewegung bzw. Sport zu formulieren.
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