Psychologinnen begegnen in der klinischen Arbeit täglich Menschen mit psychischen Erkrankungen, die medikamentös behandelt werden – ob in akuten Krisen, in der mittelfristigen Stabilisierung oder im Rahmen langfristiger Rezidivprophylaxe.
Diese Fortbildung vermittelt gezielt die psychopharmakologischen Grundlagen relevanter Krankheitsbilder, differenziert nach Behandlungsphasen (akut–mittelfristig–langfristig), und stärkt die Rolle von Psychologinnen im interdisziplinären Behandlungsteam.
Ziele:
• Verstehen, wie Psychopharmaka in verschiedenen Krankheitsphasen wirken
• Krankheitsspezifisches Basiswissen zu Medikation bei Depression, Psychose, Bipolarer Störung, Angststörungen u. a.
• Reflexion der psychologischen Rolle im Behandlungsverlauf
• Verbesserung der klinischen Einschätzung und Kommunikation mit Patientinnen und Behandlerteam
Inhalte:
• Psychische Erkrankungen und medikamentöse Strategien im Zeitverlauf
— Akutbehandlung, z. B. bei Psychose, Suizidalität, Angstkrisen
— Stabilisierungsphase, z. B. bei Depression oder bipolarer Störung
— Langfristige Therapie ujnd Rückfallprophylaxe, z. B. mit Depotmedikation, Phasenprophylaktika
• Substanzklassen im Überblick: Antidepressiva, Antipsychotika, Stimmungsstabilisierer, Anxiolytika
• Nebenwirkungen, Wirkungseintritt, Absetzproblematik
• Fallbeispiele: Psychologische Begleitung unter Medikation
• Gesprächsführung im Kontext von Medikation: zwischen Aufklärung, Verstehen und Entstigmatisierung
Zielgruppe: Psychologinnen in psychiatrischen, psychosomatischen oder psychotherapeutischen Arbeitsfeldern. Auch geeignet für Berufseinsteigerinnen oder Kolleginnen in Weiterbildung.
Hinweis: Diese Fortbildung findet an zwei Tagen, jeweils nachmittags, statt.
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