10.02.–10.02.
2022
AB-180-101-22

Der dauergestresste Mensch? Das Burnout-Konzept kritisch reflektiert

— Wer ausbrennt, muss einmal gebrannt haben.
— Burnout ist ein neues Phänomen.
— Burnout ist die Depression der Starken.
— Der strenge Chef hat Schuld am Burnout.

Diese und viele andere Burnout-Mythen werden auch nach über 45 Jahren immer noch „heiss“ diskutiert. Selbst in der Forschung herrscht Uneinigkeit über die Konzeptualisierung und über die Faktoren, die zu einem Burnout führen. Doch warum handelt es sich um ein solch kontroverses „Krankheitsbild“? Lange war der Stress am Arbeitsplatz der primäre Sündenbock für ein Ausbrennen. Studien zeigen jedoch auch, dass Menschen identische Arbeitsbedingungen unterschiedlich bewältigen. Dennoch besteht Nachholbedarf betreffend den Zusammenhang von Persönlichkeitsfaktoren und Burnout – sowohl im medialen Gesellschaftsbild wie auch in der Forschung. Narzisstische Vulnerabilität ist gekennzeichnet durch Hilflosigkeit, Gefühle der Leere, einen fragilen Selbstwert, Hypersensibilität gegenüber der Bedrohung des Egos, Scham, Angst, interpersonelle Schwierigkeiten, Depressivität und Suizidalität. Die intuitive Überschneidung von Burnout und Narzissmus lässt sich durch den Zusammenhang mit psychologischen Konzepten festigen. Welche Rolle spielt also die Persönlichkeit für die Entstehung eines Burnouts?

In dieser Fortbildungsveranstaltung werden:
— Burnout-Mythen aus einem professionellen Blickwinkel betrachtet,
— bewährte Konzepte, wie Ressourcenaktivierung, Bedürfniszentriertheit und Achtsamkeit, in Verbindung gebracht mit der Bedrohung des narzisstischen Selbst,
— Implikationen für den eigenen (therapeutischen) Alltag mit Burnout-Betroffenen gegeben.

Seminarleitung

Dr. phil. Kathleen Schwarzkopf
Eidg. anerkannte Psychotherapeutin

Dauer:
1 Tag
Daten:
Donnerstag 10.02.2022 (Präsenz)
Ort:
IKP Bern Stadtbachstrasse 42a, 3012 Bern (Google Maps)
Preis:
CHF 320.–
Stunden:
8h
Credits:
ASP 6 Credits 7 Fortbildungseinheiten FSP SGPP 6 Credits SVDE ASDD 8 Punkte
AUSGEBUCHT
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