Schuld— und Schamgefühle beeinflussen unser Denken, Fühlen und Handeln oft stärker, als uns bewusst ist. Sie zeigen sich in Selbstzweifeln, Perfektionismus, Rückzug, Anpassung, Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen oder dem Gefühl, «nicht gut genug» zu sein. Gleichzeitig prägen sie Beziehungen, Körpererleben und den Umgang mit sich selbst.
Dieses Seminar vermittelt praxisnahes Wissen über die psychologischen, entwicklungsbedingten und körperlichen Dimensionen von Schuld und Scham und zeigt auf, wie diese Themen in Beratung, Therapie und Alltag wirksam begleitet werden können.
Die Teilnehmenden lernen, Schuld— und Schamdynamiken besser zu erkennen, zwischen Schuld und Scham zu differenzieren und deren Einfluss auf Selbstwert, Beziehungsgestaltung und Kommunikation zu verstehen. Ergänzend werden konkrete therapeutische Zugänge und Interventionen aus körperzentrierter und gestalttherapeutischer Perspektive vermittelt.
Neben theoretischen Grundlagen bietet das Seminar vielfältige Möglichkeiten zur Selbsterfahrung und praktischen Anwendung. Durch Körperarbeit, Übungen in Dyaden und Triaden sowie Demonstrationen werden Interventionen direkt erlebbar und für den eigenen beruflichen Alltag nutzbar gemacht.
Ziel des Seminars ist es, mehr Sicherheit im therapeutischenUmgang mit Schuld-, Scham— und Selbstwertthemen zu entwickeln sowie einen selbstfürsorglicheren Umgang mit sich selbst und anderen zu fördern. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von mehr Selbstmitgefühl, innerem Halt und einem stabileren Selbstwertgefühl.
Das Seminar richtet sich an Menschen aus psychologischer Beratung, Psychotherapie, Coaching und psychosozialen Arbeitsfeldern sowie an interessierte Personen, die sich vertieft mit den Themen Schuld, Scham, Selbstwert und Selbstfürsorge auseinandersetzen möchten.
Offenheit für Selbstreflexion, Selbsterfahrung und praktische Übungen wird vorausgesetzt.
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