28.04.–29.04.
2023
SEM-600-123-23

Suchterkrankungen erkennen und richtig einordnen

Wann ist eine Sucht eine Sucht? – Suchterkrankungen lassen sich im Klinik— oder Beratungsalltag nicht immer klar einstufen. Die internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-10-CM) spricht deshalb von den drei „Schweregraden“ Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit. In diesem Seminar über die Suchterkrankungen werden Hilfsmittel für die Diagnostik und Klassifikation von Suchterkrankungen erarbeitet.

Wir thematisieren einerseits Risiken, die zu einer Suchtentwicklung führen können und andererseits Schutzfaktoren zur Prävention. Pathophysiologische Erkenntnisse und biologische Aspekte der Sucht sollen das Verständnis für die Suchterkrankungen soweit unterstützen, um physische und psychologische Ausprägungen der Suchterkrankung objektiv einordnen zu können. Unter anderem geht es hier um Begriffe wie Toleranzentwicklung, Entzugserscheinungen und Craving.

Auf die Eigenheiten verschiedener suchterzeugender Substanzen (u. a. Alkohol, Nikotin, Medikamente, illegale Drogen), das Phänomen der Polytoxikomanie und andere Suchtformen (Spielsucht, pathologischer Umgang mit dem Internet) wird eingegangen.
In einem Überblick über verschiedene Psychotherapie-Ansätze wird das Spektrum der aktuell eingesetzten Methoden zur Suchtbehandlung erläutert.

Seminardauer: 18 Std. (16 Std. Unterricht und 2 Std. Selbststudium)

Seminarleitung

Dr. med. Rolf Oberholzer

Dauer:
2 Tage
Daten:
Freitag 28.04.2023 (Präsenz)
Samstag 29.04.2023 (Präsenz)
Ort:
Volkshaus Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich (Google Maps)
Preis:
CHF 590.–
Stunden:
18.5h
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